Eine Erfolgsstory à la L’Osteria

Unsere liebe Kollegin Claudia aus der L’Osteria am Gasteig in München ist eine waschechte Italienerin. Wie es dazu kommt, dass sie bei uns in Bayern eine neue Heimat gefunden hat und wir sie seit 2006 zu unserer FAMIGLIA zählen dürfen? Das ist eine Geschichte voller Neugier, Tatendrang und einem unbeirrbaren Bauchgefühl…

 

Alles begann mit einem Studium in Biologie an der Universität in Rom – doch Claudia merkte schnell, dass das eigentlich nicht ihr Ding ist. Eine Tante gab ihr den weisen Rat, lieber etwas zu suchen, das ihr Freude bereitet und empfahl ausserdem eine Reise als guten Ausgangspunkt zur Neuorientierung. So kam Claudia an einem stürmischen Wintertag nach München und damit auch das erste Mal in ihrem Leben mit Schnee in Berührung. „Ich hatte noch nie Schnee gesehen! Es war ziemlich kalt, mein Deutsch war noch nicht so gut und am Anfang wollte ich nur wieder weg. Doch das gab sich schon nach ein paar Tagen.“

Aus der anfänglichen Unsicherheit wurde schnell die grosse Liebe: Nach den geplanten sechs Monaten Aufenthalt verlängerte Claudia um zwei Jahre und lernte in dieser Zeit Salvatore, ihren späteren Ehemann kennen. Auf der gemeinsamen Suche nach der besten Pizza der Stadt landete das junge Paar schliesslich in der gerade eröffneten L’Osteria in der Leopoldstrasse. „Ich habe beim Anblick der riesigen Pizza grosse Augen gemacht – genau diesen Blick sehe ich auch heute noch in den Gesichtern anderer Gäste. Das ist toll! Doch das Allerbeste ist: Die Pizza schmeckt hier so lecker wie Zuhause in Italien.“

 

Claudia wird vom Gast zum Mitarbeiter – und das in Bestzeit

Weil sie gerne etwas Geld zusammensparen wollte, bewarb sich Claudia kurz entschlossen um einen Job als Servicemitarbeiterin bei L’Osteria: „Die L’Osteria Leopoldstrasse gab es damals erst seit ein paar Monaten. L’Osteria-Mitgründer Friedemann Findeis und seine rechte Hand Carsten (Seine Erfolgsstory gibt es hier.) leiteten gemeinsam das Restaurant. Von beiden habe ich viel gelernt!“ Tische eindecken, mehrere Teller mit Pizza auf einmal balancieren und stets ein Lächeln im Gesicht tragen – Claudia war bereits an ihrem ersten Arbeitstag allein für eine Schicht eingeteilt und schlug sich tapfer. „Müde aber glücklich ging ich am Abend mit vier Pizzen nach Hause, die ich fehlgebucht hatte… aber das war halb so schlimm. Carstens gute Laune war einfach ansteckend.“

Der darauf folgende Sommer sorgte für eine volle Terrasse der L’Osteria und damit für weitere Herausforderungen im Service. „Der Weg zwischen Küche und Aussenbereich ist in der L’Osteria Leopoldstrasse notgedrungen etwas lang – doch als eingespieltes Team haben wir selbst den Ansturm während der WM 2006 gemeistert. Ich weiss noch genau, dass mir Friedemann und Carsten öfter einen Stapel Teller abgenommen haben, damit ich nicht bis ganz nach hinten in die Küche laufen musste. Das ist es, was mir am Arbeiten bei L’Osteria auch heute noch so gut gefällt: Besonders wenn „der Laden brennt“, helfen alle Kollegen zusammen.“

 

Der nächste Schritt: Claudia wechselt ins Management

Mit der Zeit kamen zu Claudias Aufgaben mehrere Tätigkeiten aus dem Management hinzu, wie z. B. morgens das Restaurant aufsperren, die Schichtleitung übernehmen, Azubis anleiten und Lieferungen koordinieren. Als 2010 die nächste L’Osteria in Ulm eröffnet wurde, arbeitete Claudia für ein halbes Jahr dort, bis sich das neue Team eingespielt hatte und wechselte gleich im Anschluss in die neue L‘Osteria im Künstlerhaus in München. Kurz darauf folgte bereits die Eröffnung der L’Osteria am Gasteig in München, wo Claudia 2012 das Management übernahm.

 

Eine Babypause später ist Claudia zurück bei L’Osteria

Auch privat hat sich seit damals einiges getan: „In Ulm hat es mir richtig gut gefallen. Doch ich hatte vor der Abreise geheiratet und vermisste meinen Mann natürlich sehr – da war ich froh, wieder zurück in München zu sein.“ Claudia und Salvatore bekamen 2015 eine Tochter. „Mein Mann und meine Tochter sind mein Ein und Alles. Er arbeitet lieber in einer Eisdiele, als Pizza zu servieren – aber das ist ok. Vielleicht wird meine Tochter später einmal in meine Fussstapfen treten“, lacht Claudia. Doch auch L’Osteria ist aus ihrem Leben nicht mehr wegzudenken. „Schon wenn ich morgens um die Ecke biege und das Restaurant sehe, kribbelt es – das ist die typische Anspannung, bevor wir öffnen und die Vorfreude auf den Tag als Gastgeber. Immer wieder ein schönes Gefühl!“